Giropay-Casinos: Status und Alternativen für Bern
Giropay wurde Ende 2024 eingestellt – was das für Spielerinnen und Spieler in Bern bedeutet und welche Zahlungsmethoden jetzt wirklich zählen. Sachlich, aktuell und ohne falsche Versprechen.
Das Wichtigste in Kürze
- Giropay wurde zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Es gibt keine Giropay-Zahlungen und damit auch keine «Giropay-Casinos» mehr – weder in der Schweiz noch sonst wo.
- Giropay war ein deutscher Online-Banking-Dienst und in der Schweiz ohnehin nie verfügbar. Schweizer ESBK-Casinos boten Giropay nie an.
- Legal und aktuell in Bern: Sie spielen in Franken (CHF) bei ESBK-konzessionierten Casinos – mit TWINT, PostFinance, Karten und Banküberweisung.
Was ist mit Giropay passiert?
Giropay gibt es nicht mehr. Der Dienst wurde Ende 2024 abgeschaltet – damit endet auch jede Diskussion über «Giropay-Casinos». Wer heute online nach einem Casino mit Giropay sucht, sucht nach einer Zahlungsmethode, die schlicht nicht mehr existiert.
Der Ablauf war zweistufig: Bereits ab dem 1. Juli 2024 konnten über Giropay keine Zahlungen mehr ausgelöst werden – die Bezahlfunktion wurde also schon im Sommer 2024 eingestellt. Zum 31. Dezember 2024 wurde der Dienst dann vollständig abgeschaltet, sodass er seit dem 1. Januar 2025 endgültig nicht mehr verfügbar ist. Online-Händler und Plattformen, die Giropay zuvor angeboten hatten, mussten die Methode entfernen.
Hintergrund ist eine Konsolidierung im europäischen Zahlungsverkehr. Hinter Giropay standen deutsche Banken, die ihre Kräfte inzwischen in einem gemeinsamen, europaweiten Projekt bündeln. An die Stelle von Giropay tritt deshalb Wero, ein neues Bezahlverfahren der European Payments Initiative (EPI), das von zahlreichen europäischen Banken getragen wird. Mehr dazu weiter unten in einem eigenen Abschnitt.
Für die Praxis ist die Sache eindeutig: Giropay ist Geschichte. Jede Seite, die Ihnen 2026 noch ein «bestes Giropay-Casino» verspricht, ist nicht auf dem aktuellen Stand. Sinnvoller ist es, sich anzuschauen, welche Zahlungsmethoden in der Schweiz tatsächlich legal und verfügbar sind – und genau das ist der Kern dieser Seite.
War Giropay in der Schweiz überhaupt verfügbar?
Nein. Auch in seinen aktiven Jahren war Giropay ein rein deutsches Online-Banking-Überweisungsverfahren. Es war auf das deutsche Bankensystem zugeschnitten und setzte ein deutsches Bankkonto mit Online-Banking voraus. Eine Zahlung über Giropay funktionierte, indem man sich im gewohnten Online-Banking seiner deutschen Bank anmeldete und die Überweisung dort bestätigte.
Für Spielerinnen und Spieler in der Schweiz war Giropay damit von Anfang an keine praktikable Option. Wer kein deutsches Konto hatte, konnte den Dienst gar nicht nutzen. Entsprechend boten die in der Schweiz konzessionierten ESBK-Casinos Giropay nie an – nicht weil es verboten gewesen wäre, sondern weil es für den Schweizer Markt schlicht nicht gedacht war.
Der Schweizer Standard sieht ohnehin anders aus. Hierzulande haben sich eigene Lösungen durchgesetzt, allen voran TWINT, das von praktisch allen Schweizer Banken getragen wird, sowie PostFinance. Diese Methoden sind für Schweizer Konten ausgelegt und werden in Franken abgewickelt. «Giropay-Casino für Bern» war deshalb schon vor der Einstellung des Dienstes ein Begriff ohne echte Grundlage.
Legale Alternativen für Spielerinnen und Spieler in Bern
Wenn Giropay wegfällt, stellt sich die eigentlich entscheidende Frage: Wie spielt man in Bern legal und sicher online? Die Antwort beginnt nicht bei der Zahlungsmethode, sondern bei der Lizenz des Anbieters. Seit dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes (BGS) am 1. Januar 2019 dürfen Online-Casinos in der Schweiz nur mit einer Schweizer Konzession und einer zusätzlichen Online-Bewilligung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) betrieben werden. Rund ein Dutzend Anbieter erfüllt diese Voraussetzungen.
Für Bern heisst das konkret: Sie spielen legal in CHF bei ESBK-konzessionierten Casinos. Dazu gehören unter anderem 7melons.ch, betrieben vom Grand Casino Kursaal Bern, sowie weitere bewilligte Anbieter wie Swiss Casinos, Jackpots.ch, mycasino.ch oder Casino777.ch (Casino Davos). Diese Häuser unterstehen der Aufsicht der ESBK und bieten den nationalen Spielerschutz. Eine ausführliche Übersicht zum Spielen in Franken finden Sie auf unserer Seite zu Casinos mit Schweizer Franken.
Bei diesen Anbietern stehen die wirklich relevanten Schweizer Zahlungsmethoden zur Verfügung – jene, die Giropay nie ersetzen musste, weil sie ohnehin der Standard sind:
- TWINT: Die Schweizer Bezahl-App schlechthin, von fast allen Banken unterstützt. Einzahlungen erfolgen in Sekunden direkt vom Smartphone – für viele die erste Wahl.
- PostFinance: Mit PostFinance Card und E-Finance fest im Schweizer Alltag verankert und bei den lizenzierten Casinos breit integriert.
- Maestro, Visa und Mastercard: Debit- und Kreditkarten der Schweizer Banken sind eine bewährte, weit verbreitete Option für Ein- und Auszahlungen.
- Banküberweisung: Die klassische Überweisung vom Schweizer Konto – etwas langsamer, aber zuverlässig und für grössere Beträge geeignet.
Der grosse Vorteil dieser Methoden liegt nicht nur in der Verfügbarkeit, sondern im Gesamtpaket: Bei ESBK-Casinos sind Ihre Gewinne bis rund CHF 1'071'000 steuerfrei (Stand 2026), Sie können sich über die nationale Spielsperre selbst schützen lassen, und im Streitfall steht Ihnen der Schweizer Rechtsweg offen. Wer in Bern legal und sicher spielen möchte, braucht Giropay also nicht – die heimischen Lösungen sind in jeder Hinsicht die bessere Wahl.
Wero – der Nachfolger von Giropay
An die Stelle von Giropay tritt Wero, ein neues Bezahlverfahren der European Payments Initiative (EPI). Hinter dem Projekt stehen zahlreiche europäische Banken, die gemeinsam ein einheitliches Wallet- und Überweisungssystem für den europäischen Zahlungsraum aufbauen. Wero ermöglicht direkte Konto-zu-Konto-Zahlungen, zunächst vor allem in Deutschland, Frankreich, Belgien und weiteren EU-Ländern.
Für Spielerinnen und Spieler in der Schweiz ist Wero derzeit jedoch nicht relevant. Das Verfahren wird in den Anfangsmärkten ausgerollt und ist bei den Schweizer ESBK-Casinos aktuell weder integriert noch verfügbar. Wero ist damit kein Ersatz, mit dem man heute in Bern in einem legalen Casino bezahlen könnte. Der Schweizer Standard bleibt unverändert TWINT, PostFinance, Karten und Banküberweisung.
Ausländische Casinos: rechtliche Grauzone
Die Schweiz ist ein freies Land. Das Geldspielgesetz richtet sich gegen nicht bewilligte Anbieter, nicht gegen einzelne Spielerinnen und Spieler. Das Spielen bei ausländischen Casinos ist daher eine rechtliche Grauzone – nicht ausdrücklich verboten, aber ausdrücklich auf eigenes Risiko. Diese Wahlfreiheit ehrlich zu benennen, gehört zur Wahrheit dazu. Genauso ehrlich ist aber, die Kehrseite zu zeigen.
Wer zu einem ausländischen Anbieter wechselt, lässt den Schweizer Spielerschutz hinter sich. Konkret bedeutet das:
- Kein Schweizer Spielerschutz: Ausländische Anbieter haben keine ESBK-Lizenz und unterliegen nicht den Schweizer Schutzvorgaben.
- Netzsperren: Der Zugang zu nicht bewilligten Angeboten wird in der Schweiz technisch gesperrt.
- Spielsperre greift nicht: Die nationale Spielsperre der ESBK schützt Sie bei ausländischen Anbietern nicht.
- Gewinne voll steuerpflichtig: Es gilt keine Steuerbefreiung – im Gegensatz zu ESBK-Casinos.
- Banken können blockieren: Schweizer Banken und Zahlungsdienste können Zahlungen an nicht bewilligte Anbieter blockieren.
Und vor allem: Mit Giropay können Sie dort ohnehin nicht mehr bezahlen. Das Verfahren existiert seit Ende 2024 nicht mehr – der ursprüngliche Anlass dieser Seite hat sich also doppelt erledigt. Wer trotz der Risiken bei einem ausländischen Anbieter spielen will, muss auf andere Zahlungswege ausweichen und tut dies in jedem Fall auf eigenes Risiko.
Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel kann süchtig machen. Geldspiele sind erst ab 18 Jahren zugelassen und sollten immer Unterhaltung bleiben, niemals eine Einnahmequelle. Setzen Sie sich vor dem Spielen feste Einzahlungs- und Zeitlimits und halten Sie diese ein.
In der Schweiz können Sie sich über die eidgenössische Spielsperre der ESBK selbst sperren lassen. Wichtig zu wissen: Diese Spielsperre schützt Sie nur bei Schweizer lizenzierten Casinos – bei ausländischen Anbietern greift sie nicht.
Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, holen Sie sich Hilfe. Die folgenden Stellen beraten kostenlos und vertraulich:
- SOS-Spielsucht: 0800 040 080 (24 Stunden, anonym, gratis)
- Sucht Schweiz: suchtschweiz.ch
- SafeZone.ch: safezone.ch – anonyme Online-Beratung
- ESBK: esbk.admin.ch – Eidgenössische Spielbankenkommission und Spielsperre
Stand: Juni 2026
Häufig gestellte Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Giropay, der Einstellung des Dienstes und den legalen Alternativen in der Schweiz.